Neue Politiker braucht das Land !

  Mach mit ! Auf zur Montagsdemo !

 
Impressionen des Jahres 2009
 

 

 
März 2009 Montagsdemonstranten auf Bildungsreise
   
Attac Lörrach und das Kino "FreeCinema" zeigten vom 20. - 22. März 2009 den Film "Let’s Make Money" von Erwin Wagenhofer. Viele Montagsdemonstranten ließen es sich nicht nehmen diesen sehr aufschlussreichen Film zu sehen.

Der Film „Let's make Money“ macht deutlich, wer die Fäden in der Hand hält. Was er nicht aufgezeigt hat, war, dass es auf der ganzen Welt Menschen und Organisationen gibt, die zu diesem System Alternativen aufzeigen. In letzter Zeit stellen viele Menschen die gegenwärtige Gesellschaftsform in Frage. Und wenn wir uns heute dafür einsetzen, dass diese Krise nicht auf unserem Rücken ausgetragen wird, indem wir für Arbeitszeitverkürzung kämpfen und gegen die Auswirkungen der Krise auf unsere Umwelt, den sozialen Bereich oder auch die zunehmende weltweite Verarmung, dann tun wir das hauptsächlich, weil wir wissen, dass wir eine neue Gesellschaft nur aufbauen können, wenn die Menschen gelernt haben zu kämpfen. Zu sagen, dass der Kapitalismus überholt ist, ist die eine Seite, wie aber eine neue Gesellschaft aussehen soll und wie wir sie erkämpfen können die andere. Und sich darüber ernsthaft auseinander zusetzen ist die Pflicht von jedem von uns.

(Redebeitrag zur 223. Montagsdemo)

  "Let’s make MONEY" folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.
Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. "Let’s make MONEY" zeigt uns einige Zwischenstationen dieser Geldvermehrungsreise, wie die Schweiz, London oder Jersey. Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche, um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzten die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen. So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.
   

 

 
Anti-NATO-Proteste - 10.000 Protestierende
   

In den Grenzstädten Straßburg und Kehl haben am Samstag den 4. April zehntausende Menschen gegen das Militärbündnis NATO und seine Kriege demonstriert. Anlass war der pompöse NATO-Gipfel zum 60. Geburtstag der Allianz. Auch wir Montagsdemonstranten haben an dieser Demonstration teilgenommen.

Zur Auftaktkundgebung des Ostermarsches Baden-Wüttemberg, der dieses Jahr unter dem Motto "Millionen für den Frieden statt Milliarden für den Krieg" steht, fanden sich ca. 5000 Menschen ein. Die Leitung des Ostermarsches verliest einen langen Katalog von Auflagen unter denen die Demo stattfinden darf. Einige lösen nur noch Heiterkeit aus. Den Demonstrierenden ist selbst das Mitführen von Staubwedeln untersagt.  Hauptredner auf der Kundgebung ist der Europa-Abgeordnete Tobias Pflüger. Er fordert die Auflösung der NATO und wendet sich gleichzeitig gegen die zunehmende Militarisierung der EU.

(siehe auch die Rede von Irene auf der 225. Montagsdemo)

 
   
     
Ostermarsch in Müllheim unter dem Motto: "Frieden ist das Mindeste - Den Krieg entehren"

Wir waren dabei am Ostermontag!      DIA - SHOW - AB  

   
     
     
Die Organisatoren der über 70 Ostermärsche ziehen eine erfolgreiche Bilanz der Aktionen: Neben dem herausragenden Protest in Fretzdorf gegen die vom Verteidigungsministerium geplante Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Bombenabwurfplatz der Bundwehr, der rund 10.000 Menschen auf die Straße brachte, gab es größere Aktionen bereits am Samstag (u.a. in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Kiel, Wedel und München). Jeweils mehr als tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen am Ostermontag bei strahlendem Wetter u.a. in Dortmund, Frankfurt a.M., Hamburg auf die Straße. Weitere  Friedensdemonstrationen mit jeweils mehreren hundert Menschen fanden in Bochum, Chemnitz, Kassel und Stendal statt. - Nach Auskunft des zentralen Ostermarschbüros in Frankfurt a.M. waren in diesem Jahr mehr Menschen unterwegs als vor einem Jahr.   Mit dem traditionellen Ostermarsch in Müllheim demonstrierten der Friedensrat Markgräflerland,  der DGB-Ortsverband und viele Friedensaktivisten aus der Region vom Oberrhein bis Freiburg vor der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade und auf dem Marktplatz gegen militärische Einsätze der Brigade und gegen die Nato als Verteidigungsbündnis. Ca. 150 Aktivisten ließen es sich nicht nehmen an diesen wunderschönen Sonnentag ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.

Auch die Presse war vor Ort, hier der Artikel in "Badischen Zeitung" vom 14.April.2009 zum nachlesen 

     

 

1. Mai in Rheinfelden unter dem Motto - "Arbeit für alle, bei fairen Lohn"!

Montagsdemo solidarisch vor Ort!   DIA - SHOW - AB  

   
Bericht der Badische Zeitung vom 2. Mai 2009        
     

Zur diesjährigen 1.Mai- Kundgebung in Rheinfelden kamen etwa 350 Besucher. Es waren mehr Teilnehmer als im Vorjahr. Es gab auch etwas zu feiern: „60 Jahre DGB“ und damit 60 Jahre Einheitsgewerkschaft.
Der Hauptredner kam dieses Mal nicht aus den Reihen der Gewerkschaften, sondern war Herr Ingo Zenkner, der Geschäftsführer der Arbeitsagentur Lörrach. Erwartungsgemäß konnten da keine Impulse zur Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit kommen. Derzeit winken die Agenturen sämtliche Anträge auf Kurzarbeit durch, so dass die Sozialversicherungspflichtigen die Lasten der Wirtschaftskrise selber zahlen müssen. Das ist auch vielen Kollegen noch nicht voll bewusst, wenn sie der scheinbaren Logik folgen: „Besser Kurzarbeit als Entlassungen“.
Wie jedes Jahr waren die H.C.Starck Vertrauensleute wieder mit einem politischen Sketch vertreten, dieses Mal zum Thema Schutzschirme. Sie hatten auch einen Pavillon aufgebaut, an dem sie über ihren Kampf um Arbeitsplätze, gegen Outsourcing und Lohnabbau 2008 informierten und ihre neue Dokumentation über diesen Kampf vorstellten.
Ein Transparent der MLPD mit dem Titel: „30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich statt Kurzarbeit und Entlassungen!“ stieß bei vielen Teilnehmern auf großes Interesse und Resonanz.

 

 

     
DGB-Demo in Berlin: "DIE KRISE BEKÄMPFEN"

Berlin, Berlin wir waren in Berlin!

   
     
     
Trotz halbherziger Mobilisierung der Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund kamen 100 Tausend Menschen am 16.Mai zur Großdemonstration des europäischen Gewerkschaftsbundes nach Berlin. Die Stimmung war kämpferisch. In Prag gingen zeitgleich 20 Tausend Menschen auf die Strasse. Am Vortag hatten in Brüssel rund 50 Tausend und am Donnerstag in Madrid 150 Tausend und in Bukarest 7 Tausend Menschen ihrem Unmut über die Abwälzung der Krisenlasten Luft gemacht.
Immer wieder erschallten Rufe wie: „Hoch die internationale Solidarität“. Anhand von Fahnen und Transparenten konnte man die internationale Vielfalt der Teilnehmer deutlich erkennen. Starke Abordnungen waren aus Polen und den Niederlanden angereist.
Aber es waren auch viele betriebliche Abordnungen zu sehen, insbesondere aus den Großbetrieben.
Trotz kämpferischer Töne der Gewerkschaftsredner Bsirske und Wiesehügel zur Abschaffung der Rente mit 67, nach Mindestlöhnen, gegen Hartz IV, für längere Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I wurde kein Ton über die geplante Weiterführung der Proteste verloren.
Auch eine entschiedene Kritik an der Politik der SPD in der großen Koalition blieb aus, gerade so als wenn man in Kumpanei diese volksfeindliche Politik auch der Sozialdemokraten schonen wollte.
Staatstragend gab sich der IG Metall- Vorsitzende Huber. Von ihm kamen überhaupt die schwächsten Worte.
 

Im Sonderzug Basel Berlin fiel auf, dass die Einzelgewerkschaften am Hochrhein fast gar nicht mobilisiert hatten. Neben Einzelteilnehmern stellten nur die Vertrauensleute der H.C.Starck in Laufenburg eine Delegation. Auch waren Montagsdemonstranten mit von der Partie.

Es ist schon beschämend, dass aus den Rheinfelder und Grenzacher Betrieben gerade mal ein Jugendlicher mitfuhr! Das ist im Kern die Verweigerung der Solidarität für den Kampf um den Erhalt der erkämpften Errungenschaften der Gewerkschaftsbewegung und bisher einmalig in der Geschichte der Gewerkschaften unserer Region.

Wirklich toll war der hohe Anteil Jugendlicher, insbesondere von ver.di- Jugend.

Diese Sache muss schon ein Nachspiel haben. Welche Legitimation haben Funktionäre der Gewerkschaft, wenn sie an den Aufgaben der Mobilisierung für eine Demonstration mit solch zukunftsträchtiger und internationaler Bedeutung so versagen? Das braucht eine selbstkritische Aufarbeitung.
 

     
     
5 Jahre Montagsdemo  Motto: "Wehrt Euch, Wir zahlen nicht für eure Krise!"

Am 31. August blickte die Rheinfelder Montagsdemo auf fünf kämpferische Jahre zurück

  DIA - SHOW - AB  
     
     
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, ehemalige Mitstreiter, Freunde aus Nah und Fern haben die Gelegenheit genutzt durch ihre Anwesenheit "Solidarität" zu bezeugen.  Mit einem Infostand,  Kaffee und Kuchen eröffneten wir ab 16:00 Uhr unsere Jubiläumsveranstaltung. Auch wurde zum ersten mal unsere Internetecke eingeweiht, wo jeder der noch nicht online ist die Homepage in Augenschein nehmen konnte. Angeregte Diskussionen, kennen lernen und Netzwerke knüpfen waren nur einige Themen am Nachmittag. Auch die bevorstehende Bundestagswahl war ein wichtiges Gesprächsthema.

 

 

Um 18:00 Uhr begann wie immer unsere Montagsdemonstration am offenen Mikrofon und das zum 244. mal. Martina Ebner und Fritz Zell, Vertrauensleute der Fa. H.C. Starck eröffneten das fünfjährige Jubiläum. Mit einem sehr tollen Idee wartete Waltraud Becker von Attac Lörrach mit ihrem Grußwort und den fünf weißen Tauben auf. Das Grußwort der Vertrauensleute der Fa. H.C. Stark überbrachte Martina Ebner, die seit Bestehen der Rheinfelder Montagsdemo ein fester Bestandteil dieser Protestbewegung sind. Auch der anschließende Regenschirm - Sketch der Vertrauensleute  wurde von den Anwesenden mit viel Beifall honoriert.

Badische Zeitung vom 04. September 2009  "Seit 5 Jahren wird jede Woche protestiert"   Grußwort von attac - Lörrach  
Die Oberbadisches vom 04. September 2009  "Wir halten durch"   Video erstellt von attac - Lörrach 
Südkurier vom 04. September 2009 "Aktiver Infostand"    
     
     
Nikolaus bei der Montagsdemo

Motto: „Statt Kinderarmut und Verelendung – Bildung und Zukunft für Alle“

   
     

       Auch der SWR 4 half uns die Demo bekannt zu machen:     

der Mitschnitt vom 7.12.2009

 
     
Nikolaus zeigt Regierung die Rute!
Unter dem Motto „Statt Kinderarmut und Verelendung – Bildung und Zukunft für Alle“ stand die Montagskundgebung am 7.12. am Rheinfelder Oberrheinplatz.
In seiner Rede prangerte der Nikolaus die Zunehmende Verarmung der Kinder in der Welt aber auch in Deutschland an:„Die Kinderarmnut nimmt seit der Krise immer schneller zu, das lässt auch mir als Nikolaus keine Ruh.
 


Kleine und Große wurden gleichermaßen beschenkt. Und ganz besonders wurde den unermüdlichen Montagsdemonstranten, die seit 5 Jahren die Missstände der Agenda 2010 und der Hartz - Gesetze anprangern, Anerkennung gezollt. Auch der Tafelladen Rheinfelden wird von der Montagskundgebung bedacht.
Angesichts der drohenden Arbeitsplatzvernichtung in der Region erwartet die Montagskundgebung Rheinfelden wie in 100 weiteren Städten in der BRD auch im nächsten Jahr wachsenden Zuspruch.

Nikolausrede                                                
Badische Zeitung vom 09. Dezember 2009      
Südkurier vom 09. Dezember 2009                 
Die Oberbadische vom 09. Dezember 2009