Neue Politiker braucht das Land !

  Mach mit ! Auf zur Montagsdemo !

 
 

Impressionen des Jahres 2011

 
   
Kino - Besuch in Lörrach bei attac
   
Attac - Lörrach und das Kino "FreeCinema" zeigten vom 21. - 23. Januar 2011 den Film - Water Make Money von Leslie Franke und Herdolor Lorenz. Viele Montagsdemonstranten ließen es sich nicht nehmen diesen sehr aufschlussreichen Film zu sehen.  

 

Der Film handelte von PPP Projekten. Wobei komplette Trinkwasser und Abwassersysteme in die Hand von privaten Anbieter wie Violia gegeben werden, der sie dann betreibt. Allerdings investiert Violia kaum in das Leitungsnetz und erhöht maßlos die Wasser und Abwassergebühren. Violia interessiert sich dabei weder für den Verlust von Trinkwasser, noch für die richtige Klärung von Abwasser. In einer Region Frankreichs wurde 10 Tage die Kläranlage abgestellt, es flossen die gesamten Abwässer einer Millionenstadt ungeklärt in einen Fluss.

Anschließend gab es eine Diskussion mit den Autor des Films Herdolor Lorenz. Wobei auch über das Verbotsverfahren diskutiert worden ist, dass Violia erreichen will. Der Autor sagt, jeder Satz von diesem Film ist von mehreren Anwälten überprüft worden, Arte hat ihn nochmals überprüft. Aber Violia übt einen mächtigen politischen Druck aus, von den sich auch Richter beeindruckt zeigen.  Den Vorgänger Film Wasser unter Hammer hat der NDR auf Druck von Violia nie mehr ausgestrahlt und aus den Archiv genommen.

Deswegen fordert der Autor auf, den Film zu verbreiten und auch über den Attac Webshob zu bestellen.

Die Veranstaltung war mit ca 40-50 Besucher gut gefüllt. (Ein Bericht von Volker)

  Unaufhaltsame Expansion der Weltwassergiganten?

Die Wasserversorgung ist weltweit noch zu mehr als 80% in öffentlicher Hand. Doch überall, wo finanziell klamme Kommunen nach Entlastung suchen, klopfen die weltgrößten Wasserkonzerne Veolia und Suez an die Tür. Innerhalb der letzten 10 Jahre hat allein Veolia es geschafft, nach eigenen Angaben in 450 deutschen Städten die Wasserversorgung zu übernehmen oder an ihr beteiligt zu werden. Mittlerweile ist der französische Konzern incl. seiner Beteiligungen im Trink- und Abwasserbereich etwa gleichauf mit Gelsenwasser der größte Versorger in Deutschland. Ähnliche Expansionserfolge sind in Polen, den Baltischen Republiken, Lettland, Estland, Litauen, der Tschechische Republik, der Slowakei, Rumänien, Italien, Spanien, den USA und nun auch in China zu verzeichnen, wo Veolia laufend die Unterschrift neuer Verträge verkündet. Wenn in Kalifornien Wasserknappheit droht, empfängt Schwarzenegger Veolias Vorstandsvorsitzender Henri Proglio. Derselbe ist auch für Chinas Präsident die erste Adresse, wenn das aufstrebende Land ein 100 Mrd.$ Programm zur Erneuerung der Abwasserversorgung auflegt............ Bereits in mindestens 69 Ländern auf allen fünf Kontinenten sind Veolia und Suez präsent - ist das der unaufhaltsame Aufstieg zweier Wassergiganten zur weltweiten Hegemonialmacht einer privatisierten Wasserversorgung?

Interview mit der Pressesprecherin von attac - Lörrach Sandrine Knieke

Badische Zeitung 21. Januar 2011    

   

 

 
Liederabend bei der MLPD Rheinfelden
Am Donnerstag den, 27. Januar 2011 hat die MLPD Ortsgruppe Rheinfelden zu einem Liederabend eingeladen!
   
     

Dieser Einladung der Ortsgruppe der MPLD sind viele Montagsdemonstranten gefolgt. Anne und Andreas aus Berlin präsentierten Lieder aus aller Welt rund um die Kämpfe und das Leben der einfachen Menschen. Lieder zum mitsingen. Lieder die Hoffnung und Mut machen. 

  Es war ein gelungener Abend und ein tolle Abwechslung in unserem politischen Alltag. Politische Lieder sind schon immer ein Instrument des Protestes und der Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität.
   

 

 
Oben, bleiben, oben bleiben...!"
Am 5. Februar 2011 gab es Proteste gegen Stuttgart 21 in der Region und wir waren dabei!
   
 

  Auch in Lörrach und Waldshut gab es am 5. Februar erstmals Demonstrationen gegen Stuttgart 21. Mehr als 70 Demonstranten waren in Waldshut gekommen, um ihren Unmut gegen das irrsinnige Bauprojekt Stuttgart 21 zu bekunden. Unüberhörbar waren Sprechchöre jugendlicher Protestierer, die mit ihren lauten Rufen "oben bleiben, oben bleiben" für Aufmerksamkeit sorgten. Insgesamt ein noch verhaltener Start und ausbaufähig.

Auch Rheinfelder Montagsdemonstranten waren in Lörrach und Waldshut dabei, die sich ja im letzten Jahr auch solidarisiert hatten und Schwabenstraiche bei den Montagdsdemos durchgeführt haben. Jetzt muss der Widerstand verstärkt werden.

Stuttgart 21 bleibt weitrhin bei uns ein wichtiges Thema.

 

 

   
   

 

 
Gelungener Ostermarsch in Müllheim 2011          DIA - SHOW - AB  
Über 300 Teilnehmer fordern Frieden und sozialen Fortschritt
   

Wenn sich fast 400 Menschen am Ostermontag im äußersten Südwesten Deutschlands vor der Kaserne der Deutsch Französischen Brigade in Müllheim versammeln, dann ist Ostermarsch. Für eine Welt, die von Kriegen nichts mehr hält. Bei sommerlichen Wetter sorgte die Gruppe “Stolz von Baden“ mit eigenen Liedern für eine gute Einstimmung zur Demonstration durch Müllheim.
Der Sprecher des Friedensrates Markgräflerland, Ulrich Rodewald, ging in seiner Rede auf die Rolle der Deutsch Französischen Brigade in einer Politik ein, die mehr und mehr auf kriegerische Lösung von Konflikten setzt, als auf zivile Lösungen.
Er begrüßte, dass sich Deutschland nicht am Krieg um Libyen beteiligt und forderte die Regierenden auf, dies zu einem Dauerzustand deutscher Politik zu machen. Rodewald forderte unter dem Beifall der Kundgebungsteilnehmer Soldatinnen und Soldaten der Brigade auf, sich einem Einsatz in Afghanistan zu widersetzen und sich zu einer Menschlichhkeit zu bekennen, die jeder fühlen kann.
Fröhlich, bunt und mit Musik setzte sich dann der Zug zum Ostermarsch durch Müllheim in Bewegung. Auf dem Marktplatz setzte sich Wolf Rosskamp vom DGB Müllheim/Neuenburg kritisch mit der Politik der gegenwärtigen Bundesregierung auseinander und forderte ein entschiedenes Umlenken zu mehr sozialer Gerechtigkeit.
Lieder von Wolfgang Gerwig und seiner Band luden zum zuhören ein, das „alte“ Ostermarschlied zum mitsingen. Einmal mehr waren sich die Teilnehmerinnen bewußt: Eine Welt in Frieden ist möglich.

 

Badische Zeitung vom 26.04.2011  

   

Aufruf zum Ostermarsch 2011  

   

Ostermarschlied aus den 60er Jahren, gesungen beim diesjährigen Ostermarsch 

   
   
   
1. Mai 2011 in Rheinfelden
   

  Wir Rheinfelder Montagsdemonstranten sind mit unseren Freunden aus den verschiedensten Gewerkschaften solidarisch bei dieser Maikundgebung. Der Kampf der Gewerkschaften um ihre Rechte wird immer ein Thema bei unseren Montagsdemos sein. Wir verfolgen die Arbeitskämpfe aufmerksam und unterstützen die Gewerkschafter mit unseren Möglichkeiten.

Wie sagte ein Redner (Betriedsrat bei BASF) auf dieser Maikundgebung treffend: Soziale Verantwortung gelte bei den Arbeitgebern nichts mehr, sondern nur noch „Cash“, der Frühkapitalismus lasse grüßen. Umso wichtiger sei, so Wodarkiewicz, heute das alte Gut der Solidarität: „Wir sind insgesamt jetzt an einem Punkt angekommen, wo wir wieder kämpfen müssen.“

Badische Zeitung vom 02.05.2011   

 

   
Sofortige Stilllegung des AKW in Fessenheim auf Kosten der Betreiber
Montagsdemonstranten am 26. Juni 2011 in Fessenheim gegen Atomkraft  
   

  Am 14.6.11 veröffentlichte die BZ eine Studie, die aufzeigt, dass das AKW Fessenheim weit höher und schneller überflutet werden kann, als bisher angenommen. Ein Bruch des Dammes sei etwa bei einem Erdbeben durchaus im Bereich des Möglichen, stellt eine französische Studie fest. Es gab also gute Gründe, dem Aufruf des BUND Freiburg zu folgen.
Zwischen sieben- und acht– tausend Menschen forderten am 26.6.2011 die sofortige Stilllegung des ältesten Reaktors in Frankreich.
Deutsche, Schweizer, Franzosen mit Fahnen auf Fahrrädern, zu Fuß oder Auto. Gekommen waren Kinder mit Eltern, Jugendliche, Menschen mittleren Alters und Ältere. Wir aus Rheinfelden und Freiburg waren in gemeinsamer Aktion aktiv.
In guter Stimmung, mit Musik, Transparent, Fahne mit Faust, das Buch Morgenröte, Broschüren, Buttons und AKWs zur sofortigen Vernichtung, marschierten wir den 2 km langen Weg, an dem die Umzingelung beginnen sollte.
Die Polizei hatte andere Vorstellungen, so dass die Kette um das AKW, die um 15.00 Uhr geschlossen werden, sollte nicht ganz umgesetzt werden konnte.
Der Einsatz des offenen Mikros war eine gute Möglichkeit, Stimmung zu machen, gemeinsam Parolen zu rufen und unsere Forderungen zu verankern. Die AKWs aus Schokolade wurden wegen der Wärme sofort zur Vernichtung freigegeben. Einige Broschüren mit der Forderung nach der „Sofortigen Stillegung aller AKWs auf Kosten der Betreiber „ wechselten für eine Spende den Besitzer.
Zum gemeinsamen Abschluss trafen sich alle auf einer wunderschönen Wiese in den Rheinauen: Mit einem Kulturprogramm, Essen, Trinken und den in allen Sprachen gerufenen Parolen nach der sofortigen Schließung des AKW`s klang der Tag aus.
Allen war klar: Die Proteste werden weiter gehen!
Ein Bericht von Irene
 
 

 

 
Großdemonstration gegen die Schließung der Papierfabrik Albbruck
Rheinfelder Montagsdemonstration bekundete ihre Solidarität am 16. September 2011  
   

 

Mit großer Spannung wartet die ganze Region um Albbruck auf den nächsten (letzten?) runden Tisch am 26.11.2011, das Finale welches darüber Klarheit schaffen soll, ob es mit dem Traditionsunternehmen Papierfabrik weitergehen wird. Die Chancen dafür stehen sicher nicht gut und viele Fragen drängen sich zur Art und Weise, wie dieser Kampf um die Arbeitsplätze geführt wurde, auf. Vertrauen in die Politiker und deren Verhandlungsgeschick und gleichzeitige störungsfreie Fortführung der Produktion, dass war die Hauptseite des Widerstands gegen die Arbeitsplatzvernichtung.

Auf offensive Kampfmittel wie beim Kampf der Opel- Kollegen 2004 wurde bewusst verzichtet. Diese hatten mit Streiks, Blockaden, konzernweiten Aktionen mit der Solidarität des Ruhrgebiets und der ganzen Republik im Rücken offensive Kampfformen gewählt. Es bleibt zu hoffen, dass ein endgültiges Nein zur Weiterführung der Papierfabrik, keine nachhaltige Niederlagenstimmung im Bewusstsein von Belegschaften hinterlässt. Der Glaube an die Selbstheilungskräfte im realen Kapitalismus sind leider eine teuer zu bezahlende Illusion.

Trotzdem war die Großdemonstration am 16.September eine grandiose Solidaritätsbekundung über den Landkreis hinaus.

Auch die Rheinfelder Montagsdemonstration bekundete ihre Solidarität.

 

 

 

Video von der Großdemonstration am 16. September